Mit dem Reflexionsgrad wird das Verhältnis der reflektierten zur einfallenden Lichtstrahlung bezeichnet: Wird ein Lichtstrom unter einem bestimmten Einfallswinkel auf eine das Licht reflektierende (von lat. reflectere = zurückwenden) Fläche gerichtet, so wird ein Teil davon diffus zurückgeworfen. Die resultierende, photometrisch bestimmbare Verhältniszahl erlaubt eine Aussage über den Glanz der gemessenen Fläche, wobei zur besseren Differenzierung unterschiedliche Messwinkel angewandt werden; je höher der Glanz, desto flacher der Messwinkel. So werden in der Praxis für hochglänzende Flächen häufig 20° Messwinkel, für halb- bis seidenglänzende 60° Messwinkel und für matte Flächen 85° Messwinkel zu Grunde gelegt.