Aus dem unmittelbaren Putzgrund (Untergrund) können Risse durch hygrisch und thermisch bedingte Volumenänderungen des Untergrundes wie z. B. bei durchfeuchteten Holzwolle-Leichtbauplatten entstehen. Aber auch Materialwechsel im Untergrund, so z. B. der Wechsel von Ziegel zu bindemittelgebundenen Steinen oder Beton, die ein unterschiedliches Saug-, Quell- und Schwindverhalten sowie unterschiedliche thermische Eigenschaften aufweisen, können für putzgrundbedingte Risse verantwortlich sein, ebenso Unebenheiten des Putzgrundes, die zu sprunghaften Putzdickenänderungen führen, wie z. B. nicht ausreichend vermörtelte Fugen. Diese Bedingungen können zu hohen Beanspruchungen in der Putzschicht und zu unterschiedlichen Eigenschaften benachbarter Putzflächen führen und in Folge zu Rissen.