Eine Klimakammer ist heute aus der Produktentwicklung und -betreuung sowie bei der Bauwerksdiagnostik nicht mehr wegzudenken. Hierbei handelt es sich um einen klar abgegrenzten Raum in durchaus unterschiedlichen Größen, in dem ein bestimmtes Klima künstlich simuliert wird. Dabei kann das Klima auf gleichmäßig hohem oder niedrigem Niveau gehalten werden, aber auch gewollte Schwankungen aufweisen z. B., um Tag-Nacht-Wechsel oder jahreszeitliche Schwankungen oder auch die Witterungsverhältnisse in verschiedenen Klimazonen zu simulieren. Wurden früher in Klimakammern nur Feuchtigkeits- und Temperatureinflüsse simuliert, so bieten neue Anlagen auch die Möglichkeit, Licht und UV-Strahlung, Luft und Luftbewegungen und selbst verschiedene Luftzusammensetzungen und Luftverschmutzung nachzustellen bzw. die Prüfkörper diesen „realen“ Witterungsbedingungen auszusetzen.

Die Klimakammer hat gegenüber der Freibewitterung auf Wetterständen den Vorteil, die unterschiedlichen Bedingungen unabhängig von der Witterung simulieren zu können und die über mehrere Monate und Jahre vorhandenen Witterungseinflüsse auf wenige Tage oder Wochen zu reduzieren. Diese Zeiteinsparung ist bei der Produktentwicklung ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Die Klimakammer leistet auch bei der Nachstellung und Beurteilung von Schäden und Mängeln sowie der Einhaltung oder Überschreitung der Anwendungsgrenzen von Produkten wertvolle Dienste.