Der Elastizitätsmodul (kurz E-Modul) ist ein Materialkennwert aus der Baustoffkunde und Werkstofftechnik, der das Dehnungsverhalten eines festen Körpers charakterisiert. Damit wird der Zusammenhang zwischen Spannung und Dehnung bei einer mechanischen Beanspruchung beschrieben. D. h., dass der E-Modul das Verhältnis der Zugspannung (= Kraft pro Querschnittsfläche) zur Längsdehnung (= Längendehnung zur Gesamtlänge) darstellt und infolgedessen in Kraft pro Fläche angegeben wird. Der Zahlenwert des Elastizitätsmoduls ist um so größer, je mehr Widerstand ein Material seiner Verformung entgegensetzt. Ein Material mit hohem E-Modul ist also steif, ein Material mit niedrigem E-Modul ist weich bzw. besitzt eine höhere Dehnbarkeit.

Die Ermittlung erfolgt nach genormten Prüfverfahren. Häufig wird der Elastizitätsmodul als Materialkonstante bezeichnet. Der Elastizitätsmodul ist aber eigentlich nicht konstant, sondern wird von verschiedenen Umgebungsbedingungen wie z. B. dem Druck oder der Temperatur beeinflusst, mit denen die Materialeigenschaften verändert werden können.